Regentage

Das mit den Projekten in meinem Blog ist so eine Sache. Ich fange sie an – und im Fall des 52 nette Sachen Projekts ziehe ich es sogar durch – aber darüber zu bloggen ist gar nicht so leicht. Wie bloggt man davon, dass man an Supermarktkassen immer fleißig aufrundet? Oder davon, dass Straßenmusiker nun immer mein Kleingeld bekommen? Oder darüber, dass ich einem Obdachlosen im strömenden Regen heißen Kaffee und ein Brötchen vorbeibrachte (sein Lächeln war unglaublich! :) )

Dennoch steht es mir im Moment nach kreativen Projekten und Ablenkung vom tristen Alltag. Vielleicht nochmal ein Projekt 365? Wenn ich Hamtis wunderbare Fotos immer sehe, juckt es mich richtig danach!
Versuchen kann mans ja. Wie oft und in welcher Form ich darüber blogge, ist noch schwer auszumachen, langsam kennt ihr mich ja. Aber ich gebe mein Bestes. Ansonsten ist mein Twitteraccount für Updates natürlich sehr zu empfehlen.

Bis dahin:

Projekt 365 (Zweiter Versuch), #1: Regentage.

365 #1 – Regentage


52 nette Sachen: Woche 1

52 nette SachenNo.1: Zettel an öffentlich und nicht-so-öffentlichen Spiegeln verteilen die nette Dinge über das Spiegelbild sagen

Gesagt, getan. Mein erster Zielort waren die Spiegel in der Kosmetikabteilung der hiesigen Drogerien. Welcher Ort wäre besser geeignet. Dass dieses Wochenprojekt recht kurzlebig ist habe ich leider auch schon gemerkt – der Zettel im DM war nach knapp einer Stunde wieder verschwunden. Bei Rossmann habe ich nicht mehr nachgesehen. Aber Post-its kann man ja penetrant wieder ankleben. Ich werde in jedem Fall versuchen, diese Woche, aber auch im nächsten Jahr, weitere Zettelchen dieser Art überall da lassen, wo ich unbescholtene Spiegel vorfinde. Ein Päckchen Post-its und buntes Klebeband sind nun fest im Gepäck! :)
52 nette Sachen im Jahr 2015 – los gehts!

52 nette Sachen - No.1


52 nette Sachen

nettedinge

Auf Pinterest habe ich einen wunderbaren Gedanken (wieder-)gefunden, den ich vor Jahren schonmal in einem Blog gesehen habe, aber nie weiterverfolgt habe: Ein Jahresprojekt (möge diesem mehr Erfolg beschert sein als dem letzten) bei dem man sich für 52 “random acts of kindness”, also 52 nette Sachen, die man jemandem anderes einfach nur so tut, entscheidet. Woche für Woche soll einer der Punkte umgesetzt werden, um irgendjemandes Tag vielleicht für einen Moment aufzuhellen
Da das Leben düster und garstig genug ist, kann man vermutlich gar nicht früh genug damit anfangen, einfach nur so irgendetwas nettes zu tun. Darum soll das mein Jahresprojekt 2015 sein: 52 nette Sachen.

Und das hier sind meine 52 Punkte, in der Reihenfolge, in der sie mir in den Kopf kamen.

52 nette Sachen in 2015
1. Zettel an öffentlich und nicht-so-öffentlichen Spiegeln verteilen die nette Dinge über das Spiegelbild sagen
2. Wenn irgendwo über jemanden negativ gesprochen wird etwas Positives über die “besprochene” Person sagen
3. Einem Obdachlosen etwas vernünftiges zu Essen besorgen
4. In einem Altenheim ehrenamtlich Vorlesen oder Spiele mit denen spielen, die keinen Besuch bekommen
5. In Cafés das ganze Kleingeld in das Trinkgeldsparschwein stecken, das meist ignoriert wird
6. Allen Leuten auf der Straße grundlos zulächeln
7. Andere Autofahrer vorlassen, wenn sie einscheren wollen
8. Mit den Leuten auf einer Party, während der Mittagspause o.Ä. sprechen die einsam wirken
9. Leute an der Supermarktkasse vorlassen, die nur wenige Teile haben
10. Aufrunden, in (seriöse) Spendenboxen spenden
11. Schuhe und Kleidung ausmisten und zum roten Kreuz o.Ä. bringen (seriöse Sammelstellen!)
12. Freunden, denen es gerade nicht gut geht, unangekündigt etwas zur Aufmunterung zusammenstellen
13. Auf Spaziergängen Müll in der Natur einsammeln
14. Dafür sorgen, dass sich in einer Unterhaltung alle Beteiligten auch beteiligt fühlen
15. Jemandem an einer Rezeption anonym Blumen o.Ä. zukommen lassen
16. Jemandem der öffentlich weint eine Packung Taschentücher geben und anbieten, zuzuhören.
17. Den Fahrstuhl aufhalten, damit andere noch mitkönnen
18. Den Sitzplan in Bus und Bahn anbieten
19. Auf öffentlichen Toiletten die 50 Cent wirklich zahlen, nicht verschämt vorbeihuschen
20. Putzfrauen und Hausmeistern etwas Nettes sagen und sich bedanken
21. Irgendjemandem Fremden einen Kaffee mitbringen
22. Irgendjemandem Fremden eine Blume schenken
23. Irgendjemandem Fremden ein Kompliment machen
24. Tierfutter an ein hiesiges Tierheim spenden
25. Alten Leuten mit zu schweren Tüten o.Ä helfen
26. Jemandem den Weg selbst zeigen, der nur danach fragt
27. Im Zweifel vertrauen, nicht misstrauen
28. Alles Kleingeld sammeln, stets ein bisschen in der Tasche haben und Straßenmusikern geben
29. Den Leuten zuhören um sie zu verstehen, nicht, um zu antworten
30. Sachen die jemand im Supermarkt achtlos sonstwo hingestellt hat zurück an ihren Platz bringen
31. Kleine, freundliche Botschaften an fremde Windschutzscheiben klemmen
32. In Büchereien kleine Botschaften in Büchern verstecken
33. Sich bei Familienmitgliedern melden, die man selten sieht
34. An der Kasse mit Kleingeld aushelfen, wenn es fehlt
35. Türen aufhalten
36. Allen Kassieren zulächeln und sich bedanken
37. Geld im Kaffeeautomaten (o.Ä) lassen, so dass der Nächste nichts zahlen muss
38. Touristen anbieten, ein Foto für sie zu machen
39. Süßigkeiten für alle mit zur Arbeit oder zu Freunden bringen
40. Straßenkünstlern sagen, dass sie großartig sind
41. Helfen, wenn man um Hilfe gebeten wird
42. Steine bunt bemalen und irgendwo hinterlassen
43. Doppeltes Trinkgeld geben
44. Aufmunternde Kreidenachrichten auf den Bürgersteig schreiben
45. Ein gutes Buch in einem Krankenhauswarteraum (o.Ä.) liegenlassen, mit der Notiz, dass es mitgenommen werden darf
46. Eine Email an Café-/Öffis/etc. schreiben und einen Mitarbeiter explizit loben und sich bedanken
47. Selbstgemachte Kekse o.Ä. hübsch verpacken und an Türen in der Nachbarschaft (oder ganz woanders) hängen
48. Ein Tütchen Süßigkeiten mit Grußkarte auf dem Tisch im Café liegen lassen
49. Eine anonyme, persönliche Botschaft für ein Haus, das schön dekoriert ist und einen zum Lächeln bringt
50. An der Supermarktkasse ein Tütchen Paninisammelbilder für das Kind der gestressten Eltern vor oder hinter sich kaufen
51. In der Adventszeit Weihnachtsdeko mit Grußbotschaft an öffentlichen Orten zum Mitnehmen hinlegen
52. Gerade denjenigen etwas nettes sagen oder tun, die “seltsam” oder “komisch” verschrien sind und einsam wirken

Los gehts. :)


2015

2014 ist um.
Ein garstiges, nie-endendes Jahr, das wenig Zeit ließ für irgendetwas – nichtmal mein Herr der Ringe Projekt, dass ich vor genau einem Jahr hier angekündigt habe (dass es der unmittelbar vorherire Post ist, sagt viel aus).
Dafür hat ein neues Jahr angefangen. Ich habe keine Vorstellung, was es bringen wird, eigentlich droht es, mich ziemlich im luftleeren Raum hängen zu lassen. Aber luftleerer Raum ist besser als 2014 – und darum freue ich mich darauf, die Ungewissheit hoffentlich wieder mit Kreativität und Ideen zu füllen. Und mit den positiven Gedanken, die mir 2014 fehlten.

Ein paar erste Inspirationen dafür gibt es auf Pinterest. Wer mir dort folgt, hat schon das ein oder andere gesehen. Ich möchte aber auch Einiges in der nächsten Zeit hier vorstellen. Los geht es ohne Worte mit folgenden Gedanken:

2015 - less negative, more positive

2015

 


Projekt 2014: Der Herr der Ringe!

2014Entsprechend Maßnahme Nr. 4, mehr lesen, werde ich 2014 gleich zwei Leseprojekte haben – eines davon: Der Herr der Ringe. Das letzte Mal knapp vor Erscheinen des ersten Filmteils gelesen!

Nachdem mir 2014 aber äußerst bedrohlich und fürchterbar entgegensteht, und ab dem frühen Herbst auch durchaus das Equivalent zu Mt. Doom zu besteigen ist, suche ich das Heil in der Hoffnung auf moralische Unterstützung durch paralleles Lesen der drei Teile. 1000 Seiten auf 365 Tage – macht knapp 3 Seiten am Tag. Das Projekt hat gestern begonnen – und bringt mich hoffentlich übers Jahr. :)

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BSBP 2013

Bücher begleiten mich seit meiner Kindheit – auch wenn ich in den letzten Jahren immer weniger Zeit zum Lesen gefunden habe. Dennoch habe ich auch 2013 ein paar Bücher gelesen, die es auf jeden Fall festzuhalten gibt. Darum hier mein Eintrag für die  #BSBP – Katrins Buchparade für das vergangene Jahr.

1.) Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?
Tschick von Wolfgang Herrndorf. Ich habe es fast nur gekauft, weil es im hübschen Mini-Hardcover Format daherkam, fing es auf einer langen Bahnfahrt an – und war begeistert von der seltsamen Mischung all der Bestandteile, die in diesem großartigen Buch aufeinanderprallen.

2.) Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?
Was bisher geschah: Eine kleine Weltgeschichte von Loel Zwecker. Klang sehr spassig, ist aber im Grunde nur eine relativ träge Zusammenfassung. Dafür kann ich dann besser Fachliteratur lesen.

3.) Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?
Nicht Neuentdeckung, dafür aber Wiederentdeckung: Haruki Murakami. Nachdem ich Jahre nichts mehr von ihm gelesen habe, hat mich dieses Jahr Kafka am Strand ziemlich begeistert, so dass ich unbedingt mehr von ihm lesen will.

4.) Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?
Nicht nur eines: Ich habe mich nämlich 2013 verliebt in die Mini-Hardcover die die meisten Verlage mittlerweile herausgeben. Ich ertappe mich immer öfter dabei, Bücher nur zu kaufen, weil sie mir gefallen. Immerhin eine gute Methode, mal ganz andere Bücher zu lesen, als sonst.

5.) Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2014 lesen und warum?
Das ist in diesem Jahr leicht zu beantworten, und wird noch eigene Projektposts bekommen: Ich werde nämlich dieses Jahr feierlich und symbolisch  Herr der Ringe übers Jahr verteilt lesen – und außerdem die Harry Potter Reihe im Rahmen der großen Harry Potter Reread Aktion, die einige Freundinnen und ich ins Leben gerufen haben. Mehr dazu später hier! :)


Projekt 2014

Ich erkläre hiermit dem neuen Jahr den Krieg.

2014
Das kommende Jahr – Mitten im Referendariat – bringt alle Vorraussetzungen mit sich, ein anstrengendes, elendes, grauenhaftes, furchtbares und nie-endendes Jahr zu werden. Neben der obenstehenden Maßnahme der Kriegserklärung habe ich daher beschlossen, dass das Jahr nur mit einem ganzen Maßnahmenkatalog zu ertragen sein wird – beim Stress des letzten halben Jahres ging nämlich fast alles, das schön oder erholsam oder wenigstens gesund ist unter – und das kann nicht so weiter gehen (würde es aber, wenn ich nicht sehr darauf achte).

Ich rufe daher hiermit das Projekt 2014 aus, das ich hier im Blog in Wort und Bild festhalten will. Vielleicht ob des zu vermutenden Zeitmangels nur knapp und vom Handy aus, aber doch.
Folgende Dinge beabsichtige ich in den nächsten 12 Monaten wieder zu tun und aufrechtzuhalten:

Maßnahmenkatalog Projekt 2014:

1. Gesund Essen (keine Chips zum Abendbrot um der Zeitersparnis Willen)
2. Lunchboxen zur Arbeit mitnehmen (keine Kekse zum Mittag aus o.g. Gründen)
3. Briefe/Karten an liebe Menschen schreiben (und hoffentlich bekommen)
4. Bücher lesen, nicht nur in den Ferien
5. Über schöne Dinge bloggen
6. Für ein paar Minuten Spazieren gehen, auch wenn ich meine, keine Zeit zu haben.
7. Jeden Tag aufschreiben, welche kleinen Dinge an dem Tag mich kurzfristig glücklich gemacht haben
8. Jeden Abend vor dem Schlafengehen eine Weile zum Runterkommen nutzen
9. Mittagspausen zum Lesen oder Spazierengehen nutzen, nicht durcharbeiten
10. Anderen Menschen grundlos eine Freude machen

Tatsächlich ist aus dem Lesevorhaben bereits ein weiteres Projekt zusammen mit A., M. und R. erwachsen: Das große Harry Potter Lesen. Näheres dazu folgt hier in Kürze – ebenso wie weitere Projektdetails.

Bis dahin aber die Frage: Welche Maßnahmen fehlen meiner Liste noch? Welche Alltagstauglichen Punkte helfen euch durch stressige Zeiten oder erscheinen euch erstreblich? Ich bin über Ideen aller Art dankbar. :)


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